Andere Filme vom Regisseur Gaspar Noé
Gaspar Noé, der französische Regisseur und Drehbuchautor von “Menschenfeind” ist bekannt für seine sehr brachialen Filme und somit weiß jeder, der sich einen Noé-Film ansieht, worauf er sich einlässt.
Angefangen hat der Künstler im Jahr 1985 als Regisseur, mit Tintarella di Luna. Danach folgten Pulpe Almère und Carne. Mit Letzterem sorgte er für internationales Aufsehen. Innerhalb von Carne, dem 40-minütigen Kurzfilm dreht sich die Zeit von 1965 bis 1979. Gezeigt wird die Figur des Pariser Pferdeschlachters, welcher einen Hass auf seine Umwelt entwickelt und anschließend seine Tochter angreift, die autistisch ist. Carne hat mit “Menschenfeind” sehr vieles gemein und war eigentlich der Vorläufer des Films. Als er jedoch international so gut ankam, entschloss sich Gaspar Noé, das Drehbuch auszuarbeiten und daraus einen Spielfilm zu drehen, der heute als Menschenfeind bekannt geworden ist.
Des Weiteren überzeugte er auch mit Irreversible. Der Film kam im Jahr 2002 auf die Leinwand, die Darsteller Vincent Cassel und Monica Bellucci ließen sich für ihn engagieren. Die Darsteller mussten viele der Dialoge improvisieren, da es nur ein Drehbuch mit dem Umfang von 3 Seiten insgesamt gab. Der Film behandelt ein sehr prekäres Thema und wird im Rückwärtslauf gezeigt, angefangen mit einer Mordszene. Im weiteren Verlauf des Films folgt noch eine Vergewaltigungsszene, die sehr plastisch dargestellt wurde und worüber sich viele der Zuschauer empörten.
Bei den Filmfestspielen von Cannes wurde der Film anfangs von 2.400 Zuschauern angesehen, wovon mindestens 200 bereits nach der Mordszene den Saal verließen. Der Film polarisierte und wurde als sehr kontrovers bezeichnet. Ein regelrechter Skandal entbrannte und somit hielt sich Gaspar Noé mit seinem dritten Langfilm zunächst ein paar Jahre zurück. Es folgten drei Kurzfilme, erst danach begab er sich an sein neues Projekt “Enter the Void”, welcher 2009 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Premiere feierte.
Vor etwa 2 Wochen habe ich Noé’s neuestes Meisterwerk ‘Enter the Void’ nun endlich gesehen und war begeistert. Der Film wirkt wie ein 3 stündiger Drogentrip. Kann ich nur weiterempfehlen…